Herbsttour - zweiter Teil
Als der Wecker klingelte (okay....das Handy piepte), war mir, als wäre ich grad erst eingeschlafen. Aber wir pellten uns aus den Schlafsäcken, warfen ein zwei Toastbrötchen ein und obendrauf einen Kaffee. Nach Dusche und weiteren morgendlichen Badezimmer Aktivitäten, ging es dann an den Platz von gestern Abend. Es war so früh, dass wir auf Heiko "verzichten" mussten. Weil Timo aber gegen Mittag Richtung Köln los wollte, musste die Zeit bis zur Abfahrt gut ausgenutzt werden.
Bereits nach kurzer Zeit stieg bei mir eine Mittvierzigerin ein. Genau das Richtige für eine leckere Mahlzeit in der nächsten Woche.
Danach gab es immer wieder Kontakte. Zum Teil recht heftige Anfasser und nach einem turbulenten Drill kam dieser Flossenträger zum Vorschein. Selbst in der Grösse an der Fliegenrute ein echtes Erlebnis. Was müssen die für Rabatz machen, wenn die Länge 50+ ist. Aber dann finden wir sie sicher nicht mehr in Fliegenwurfweite am Strand vor.
Auch Timo durfte diese "Drillerfahrung" machen......und das gleich mehrfach.....
Dann.....so gegen zehn Uhr.....machten wir uns auf den Weg zur Hütte, um dort aufzuklaren. Unterwegs begegnete Heiko uns, der nun auch seinen Fisch fangen wollte. Kurze Verabschiedung mit Timo und dann fuhr er schonmal an den nächsten Spot vor. Kurze Zeit später war Timo unterwegs Richtung Süden und mich zog es wieder ans Wasser. Leider standen am Strassenrand schon zwei Autos, was mich aber nicht davon abhielt den etwas längeren Weg über den Acker in Richtung Wasser anzutreten. Am Ufer angekommen, konnte ich links von mir zwei Fliegenfischer ausmachen, die ziemlich stationär fischten. Ich machte ein wenig Strecke nach rechts und begann mit der "Wedelei". So fischte ich mich langsam in die Bucht rein. Inzwischen hatte ich auch mit Heiko gesprochen. Er war am gleichen Spot unterwegs.....allerdings ganz unten in der Bucht. Wir bewegten uns also quasi aufeinander zu. Am Ende der Strecke die ich befischen wollte - ich hatte bis dahin einige Kontakte zu vermelden - stieg dann ein etwas besserer Fisch ein. Nach kurzem Drill, mit einigen Kapriolen an der Oberfläche, konnte ich eine 55er eintüten. Okay.....die durfte dann auch noch mit. Als ich mich umdrehte, stand Heiko auf einmal neben mir. Der obligatorische "Fangknuff" fiel zum Glück recht freundlich aus.....
Heiko hatte bis dahin im unteren Teil der Bucht fünf Fische am Band gehabt und ebenfalls eine für den Herd mitgenommen. Er hatte dort den Wind direkt ins Gesicht, also nichts mehr für die Fliegenrute. Das ich Ihn nun allerdings mit Spinnrute knippste, gefiel Ihm offensichtlich nicht so wirklich ;)
Da ich heute schon ziemlich früh hoch gewesen war und auch schon einiges an Kontakten hatte, machte ich nun erst einmal in aller Ruhe eine kleine Mittagspause und beobachtete Heiko bei seinem Tun. Naja....und ich machte ein paar Fotos, wobei mir das folgende Bild am besten gefallen hat.
Nachdem wir uns voneinander verabschiedet hatten, fischte Heiko noch ein wenig an gleicher Stelle weiter. Wie ich später erfuhr, konnte er auch noch etwas haken. Ich wechselte noch einmal die Stelle und auch die Rute. Weil ich keine Lust auf Beachcast bei 4-5 Bft. auf die Wurfhand hatte und mir mittlerweile auch die Arme (ja beide Arme) aufgrund der "ungewohnten" Bewegungsabläufe schmerzten, kam die leichte Spinnrute mit Durchlaufblinker und Springerfliege zum Einsatz. Gleich bei einem der ersten Würfe wollte diese Schönheit die Garnele vernaschen. Schnell die Fliege auf dem gespannten Keschernetz entfernt, ein Foto der Schönheit gemacht und wieder entlassen.
Und dann frischte der Wind noch etwas auf. Ein paar Schaumkronen und inzwischen eine gute sechs. Die Bisse kamen jetz alle an der Strömungskante, die zugleich auch eine Trübungskante bildete.....
Einer dieser Bisse war Silber in der Kategoerie ü70..... allerdings ziemlich schlank.....Hornhecht Ende September.....das war übrigens nicht der Einzige an diesem Wochenende.
Danach gab es noch ein paar schöne Fische auf Springerfliege. Eine davon hab ich dann noch schnell geknippst, bevor Sie wieder schwimmen durfte.
Wie ein Durchlaufblinker nach zwei, drei Angeltagen aussehen kann seht Ihr hier. Und obwohl kaum noch Farbe vorhanden ist, vielleicht aber auch gerade deshalb, wird der Köder immer wieder heftigst attackiert. Selbst wenn schon ein Fisch am Springer hing, gingen Fische auf den Blinker los. An solchen Tagen wie heute sind diese 10 Gramm "Dinger" eine echte Alternative.
Gegen 18 Uhr war es dann auch für mich an der Zeit so langsam den Heimweg anzutreten. Wind und Wolken nahmen noch zu und etwas Regen kam auch noch. Völlig "platt" fuhr ich vorsichtig Richtung Heimat.
Irgendwann kurz nach 20 Uhr war ich zu Hause.....ein tolles Wochenende lag hinter mir.....mit guten Freunden einer Runde Fischen und Gemeinschaft pflegen......leider geil...