Fyn im April
Ende März, Anfang April war es wieder soweit, es ging eine Woche nach Hasmark. Am Samstag den 30. März sind wir angereist. Nachdem das Haus bezogen war und das Boot startklar gemacht war, ging es los.
Gegen 16.30h ging es bei Ententeich Richtung Enebærodde.
Auf halber Strecke zwischen Parkplatz und Leuchtturm an den Holzpfählen haben wir halt gemacht, weil wir dort bemerkt haben, dass die Sandbank nach der ersten Rinne nur ca. 50cm tief war. Also Anker geschmissen und raus aus dem Boot. Am Durchbruch der Sandbank bekam ich dann einen Biss, aber der Fisch blieb nicht hängen. Um 19.00h Uhr haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht.
Am Sonntag sind wir wieder mit dem Boot Richtung Leuchturm gefahren.
Abgefischt haben wir die Spitzen vor dem Leuchturm auf der Nordseite, dort wo das tiefe Wasser dicht ans Ufer kommt. Außer Sandaalen war hier nicht viel zu sehen.
Nach ca. 1 Stunde sind wir dann rüber nach Gabet auf die andere Fjordseite gefahren und haben bis ca. 16.00h das Riff abgefischt.
Ich hatte dort eine schöne blitzblanke (ca. 60-70cm) am Band, die aber ein paar Sekunden nach dem Biss leider ausgestiegen ist. Der Biss kam auf eine 3-teilige Wurmfliege.
Kurze Zeit später hatte ich noch einen Aussteiger, nicht ganz so groß aber trotzdem weg.
Auf dieser Fjordseite war ganz schön viel Leben im Wasser...Tangläufer, Grundeln, Garnelen, Mysis und Seenadeln......
Am Ufer lag ein toter Seehund.
Ab 16.30h zog ein heftiger Seenebel auf........gut das wir da schon wieder am Haus waren, denn der Außenborder musste erstmal repariert werden.
Am Montag um 5.00h klingelte der Wecker. Schnell einen Becher Kaffee und ein Brötchen rein und los.
Gegen 6.00h war ich am Wasser, vorbei an schlafenden Galloways und am Martinegård ging es zu den Holzpfählen.
Gleich beim fünften Wurf versemmelte ich einen Biss einer guten Forelle auf pinke Garnele.
Es war sehr nebelig und der Wind kam aus West, sprich schön von links auf die Wurfhand.
Bis 9.00h hatte ich mit sechs weiteren Fischen Kontakt.
Vier konnte ich landen, sie bissen auf eine pinke Big Hole Demon mit Tungsten Kopf.
Drei waren blanke Grönländer, der andere ein etwas größerer Absteiger.
Ein Vorteil ein Boot zu haben ist, ich weiß jetzt wo der Durchbruch der zweiten Sandbank ist.
Genau hier hat es heute morgen auch gerappelt.
Am Montag Nachmittag bei Ententeich, aber doch recht nebelig, fuhren wir mit dem Fahrrad los, denn bei plötzlich auftretendem Seenebel möchte ich nicht mit meinem Boot rumschippern.
An der ersten Stelle vor Martinegard ging nix. Glasklares Wasser und keine Bewegung.
Also weiter hoch Richtung Leuchturm, hier herrschte schöne Strömung, aber Fische waren auch nicht dort.
Nach 2 Stunden ging es dann wieder zurück.
An einer der kleinen zahlreichen Spitzen, (dort wo der Zaun bis zum Wasser reicht) sah ich eine Forelle an der Oberfläche buckeln, die auch gleich die Fliege nahm, aber nicht hängen blieb. In der nächsten halben Stunde hatte ich noch eine paar Nachläufer, zuschnappen jedoch wollte keine.
Interesse zeigten die Fische nur auf eine große Tobisfliege, alles andere brachte nix. Mein Vater war mit Blech komplett ohne Kontakt. Ab nach Hause und Essen fassen,
Am Dienstag war ich um 5.45h am Wasser, wieder an der Spitze wo ich am Tag zuvor die Nachläufer hatte. Gleich beim ersten Wurf gabs einen Biss auf pinke Garnele, aber wieder saß der Fisch nicht.
Etwas später kam ein ganzer Schwarm, mindestens 10 Fische von ca. 30-40cm, der Fliege hinterher um mir dann den Stinkefinger zu zeigen. Gegen 7.00h frischte der Wind dann doch ganz schön auf, und Beachcast war angesagt. Bis 9.00h sah ich weder einen Fisch, noch hatte ich Kontakt. Um 13.30h ging es zum Leuchtturm.
Da der Wind aus Ost kam, war dort schön Bewegung im Wasser.
Gleich zu Beging gab's einen Nachläufer. Dann legte der Wind zu und mir war es mit der Fliegenpeitsche zu anstrengend und ich griff zur Blechrute. Mittlerweile setzte die Strömung wieder ein und direkt an der Spitze an der Strömungskante gab's wieder einen einen Nachläufer bis unter die Rutenpitze, der im letztes Moment den silber-blauen Gladsax jedoch nur anstupste. Aber eins kann ich sagen, nachdem ich diesen Schatten über dem Sand hinter dem Köder sah, bekamm ich weiche Knie, denn 70cm hatte die locker.Bis ca. 17.00h fischten wir hier weiter, sowohl mit Blech, als auch mit Bombarda und Fliege, aber nichts mehr.
So machten wir uns auf den Rückweg um noch einige Stellen abzufischen. Bei mir gab es jedoch nur noch zahlreiche Nachläufer, teilweise folgten 4-5 Fische auf einmal den Köder bis zur Rutenspitze um ihn im letzten Moment nur nochmal anzustupsen. Zwischenzeitig wechselte ich die Köder und Farben, aber Nachläufer gab es nur auf den silber-blauen Gladsax. Dann schnappte sich doch noch eine blanke Forelle von ca. 45cm den Wobbler. Trotz lauter Frust habe ich sie wieder schwimmen lassen, denn ich habe ja heute gesehen das es hier auch einige größere Fische gibt. Die meisten Nachläufer waren deutlich übermaßig. Also Fische gab es reichlich, nur sind sie recht vorsichtig. Mittlerweile war mein Vater dazu gekommen und er befischte die Strecke mit Blinker und Spiro, aber auch hier passierte nix. Ich probierte es dann noch mal an der Strömungskante mit Tobisfliege, da ich vorher einen großen Schwarm Sandaale gesehen hatte. Es folgte dann auch eine große Forelle der Fliege, drehte dann aber auch wieder ab. Zwei Würfe später gab es dann auch eine hefigen Schlag, aber der Fisch saß nicht. Ich wechselte dann zwar noch öfter die Fliegen, aber leider kein Kontakt mehr. Zwischenzeitlich kamen vier Dänen an, die das Haus am Leuchturm für das Wochenende angemietet hatten. Ich unterhielt mich mit einem und machte mich dann aber auch auf den Rückweg, weil auch zwischenzeitlich viel Kraut im Wasser war.
Auf der Außenseite war schön bewegtes Wasser, denn der Wind kam genau auf die Küste, aber so, dass es sich noch gut Werfen ließ.
An den Spitzen und Tiefenkanten tat sich nix. Irgendwann traf auch wieder auf meinen alten Herrn, der aber auch keinen Kontak zu vermelden hatte. Ich befischte dann noch die tiefe Rinne vor dem Wald mit einer orangen Zonkerfliege und aus dem Nichts rappelte es am Band. Nach einigen Sprüngen und Fluchten konnte ich dann eine Forelle von 61cm und 2,5kg landen.
Danach machte ich zwar noch einige Würfe, aber ich packte dann zufrieden ein, denn der Fisch musste ja auch noch versorgt werden. Lecker Filets.....
Am Mittwoch war dann mal ausschlafen angesagt und ich fuhr erst gegen Mittag zum Leuchturm.
Da der Wind doch noch recht stark war, sowie eine ordentliche Welle drauf lag, habe ich heute wieder mit der Spinnnrute losgelegt und 28gr Blech in die Fluten geschleudert.
Was soll ich groß schreiben, wieder sehr viele Nachläufer und eine sehr gute Forelle beim landen verloren, da mein Kescher hier schön im Zimmer steht. Morgen kommt der Kescher mit, das steht fest.
Auf dem Rückweg habe ich dann wieder einige Stellen abgefischt, sowohl mit Blech, aber auch mit Fliege.
Auf orange Garnele bekam ich dann noch einen Anfasser, der dann nochmal nachfasste und auch hängen blieb.
Leider nicht lange, auch dieser Fisch stieg wieder aus. Zwei Tage hatten wir noch.
Am Donnerstag hatten wir Wind aus Nord-Ost. Ich begann wieder am Leuchturm und fischte die Strecke an der Spitze zum Fjord hinein ab. Hohes Wasser, leicht Welle und Wind von links, einfach herrlich.
Ich probierte einige Fliegen aus, doch Nix tat sich. Also erstmal ein Päuschen machen.
Am Freitag kam der Wind dann so stark aus Ost (sieht man am Netzt des Keschers auf dem unteren Bild), dass an Fischen auf Enebærodde nicht zu denken war, also fuhren wir nach Langø.
Hier war erwartungsgemäß viel los, da an diesem Wochenende die Seatrout Open ausgetragen wurden.
Langø ist auf jedenfall auch eine schöne Ecke und auch bei starkem Ostwind befischbar.
Leider blieben wir an unserem letzten Tag Schneider und wir genossen den Abend noch mit einem Bierchen am Strand.
Mal sehen, wenn es die Arbeit zulässt bin ich im Herbst 2014 wieder vor Ort.
 
Vielen Dank für Deine Urlaubseindrücke Malte......So wie es aussieht, werde ich im Herbst auch wieder eine Woche dieses wirklich schöne Revier unsicher machen......