
Dienstag …. erste Erkenntnis am Morgen … Nebel und Nieselregen fühlen sich bei sechs Grad und vier bis fünf Beaufort an wie leichter Frost …. Und das nicht nur an den Fingern …. etwas später als sonst, so etwa gegen zehn Uhr, waren wir heute am Wasser. Leider gab es keinen frischen „Besatz“, da die Anlage anscheinend heute ausser Betrieb war.

Natürlich war das kein Forellenteich, oder eine Besatzanlage, sondern die etwas in Schieflage geratene Entwässerung der Wiesen. Timo stieg links ein, während ich direkt den ersten Spot auf geradem Weg ans Wasser ansteuerte.

Zweiter Wurf und ein paar Strips später fand meine Garnelenimitation einen ersten Abnehmer. Nach schnellem und kurzen „Drill“, gab es einen ebenso fixen „release“.

Hier nochmal ein Schnappschuss, kurz vor dem Schwimmen lassen …… während dessen kam ein Anruf von Timo, dass er zwei Kontakte und einen longline release hatte

Nach weiteren dreissig Minuten war es an der Zeit eine kleine Pause einzulegen. Die Bank steht noch immer dort, also hinsetzen, Hülse aufreissen und einfach mal zurücklehnen. Alte Männer auf Tour.....

Aber „Müssiggang“ ist aller Laster Anfang. So machten wir uns nach einer halbstündigen „Frühstückspause“ wieder auf die „Jagd“. Wurde Zeit für einen richtig guten Fisch.

Bei mir tat sich leider, bis auf zwei kurze Kontakte, so gar nichts mehr. Und das, obwohl die Garnele in meinen Augen so richtig appetitlich war.

Und so wie es aussah, war es bei Timo auch nicht viel besser. Zeit für einen neuen Plan

Die Planung sah so aus: Timo, bedingt durch leider ziemlich extreme „Knieprobleme“, legte am Nachmittag eine Ruhepause ein, während ich nochmal, bei inzwischen sechs Beaufort, einen weiteren Spot ansteuerte.

Leider gab es hier bei flachem Wasserstand, bis auf einen ganz zarten Anfasser, überhaupt nichts zu vermelden. Also gegen 17:00 Uhr zurück und auf Bierchen und Steak gefreut.

Mittwoch: Relativ früh wach geworden…… Timo natürlich schon mindestens eine Stunde früher. Hat aber Vorteile. Der Kaffee ist durch, die Bude schon angenehm warm und ich kann mich auf das Frühstück freuen. Dazu mal wieder ein Foto der Hausbucht.

Und wenn Fünen, dann gibt es da einen ganz bestimmten Strand ….. da müssen wir einfach immer mindestens einmal hin. Also ein paar Kilometer weiter und etwa eine halbe Stunde Fahrt später ab ans Wasser….

Hoher Wasserstand, dazu ein wirklich netter Untergrund, und auch die Wassertemperatur auf einem vielversprechenden Level.

Ernüchterung nach zwei Stunden. Beste Bedingungen, leichte Welle, Wind von links vorne, Garnelen und auch Grundeln unterwegs, aber leider absolut null Kontakte. Zeit für eine Dänische Hülse

Mittag…. Nächster Spot. Bedingungen schon auf dem Weg Richtung Strand mehr als herausfordernd. Frühling in Dänemark.

Wie ein Spiegel lag die Bucht vor uns. Die einzigen Wellen verursachten wir durch unsere Schritte im Wasser. Dazu eine Sichtweite unter der Oberfläche, die auch in einem Aquarium nicht viel besser ist.

Timo stieg etwas weiter entfernt ein. Der Untergrund vielversprechend, ab und zu ein paar Grundeln, aber deren Jäger anscheinend nicht anwesend.

Zumindest hatte ich nach einem Wechsel des Köders, zwei kleinere Fische noch kurz am Band. Und weil es mir inzwischen etwas zu warm geworden war, beschloss ich eine kleine Pause einzulegen und die Knipskiste etwas zu bemühen.

Timo suchte inzwischen etwas weiter draussen nach Fisch und vielleicht auch nach einem kleinen Lufthauch zur Abkühlung.

Zeit, mein Tackle nochmal in Szene zu setzen.

Der Baumstamm war aber auch einladend. Ich hatte mich inzwischen der Jacke entledigt und machte es mir auf dem „breiten Rücken“ bequem. Dabei beobachtete ich Timo bei seinen weiteren Bemühungen. Irgendwann hatte er auch die Nase voll und wir machten uns auf den Rückweg.

Kurzer Kaffee in der Hütte und für eine letzte Feierabendrunde runter in die Hausbucht. Gegen 18:30 Uhr war es dann genug für heute. Gutes Essen, Bierchen und Couch waren extrem verlockend.