
Djursland..... Bisher nur davon gelesen, oder durch Erzählungen von Freunde neugierig geworden, wurde es Zeit, dass ich mir vor Ort selber mal ein Bild mache. Okay, Anfang November ist nicht gerade die allerbeste Zeit, aber irgendwie passte es dieses Jahr leider nicht anders. Haus gefunden, Auto ausgeladen, alles im Haus verteilt, Ofen an und erstmal ankommen.

Tag eins…. Sturm, Regen waagerecht, laut Windfinder erst am Nachmittag mit Besserung zu rechnen. Auch kein Problem. Etwas länger im Bett geblieben, ausgiebig gefrühstückt, anschließend das Tackle aufgeklart und als alles soweit einsatzbereit war, machte auch das Wetter wieder mit. Die Regenfront zog langsam ab und der Spätnachmittag versprach einiges.

Ich war nicht der einzige Jäger am Wasser. In der goldenen Stunde kamen nach und nach auch die gefiederten Fischliebhaber an. Wo die sich rumtreiben ist eigentlich immer was zu holen.

Anscheinend haben wir uns aber alle etwas geirrt. Zwar konnte ich einen Kormoran dabei beobachten, wie er einen kleineren Fisch verschluckte (keine Ahnung, ob Hering, oder kleine Forelle) und ich hatte tatsächlich auch noch einen Kontakt, aber mehr war dann auch nicht.

Neuer Tag, neuer Strand…neues Glück? Das Wetter hatte sich etwas beruhigt. Leichter Wind von links, Sprühregen, zwar etwas höheres Wasser, dafür aber reichlich Struktur in Wurfweite. Leider auch einiges an Kraut im Wasser. Also Spotwechsel. Auch hier leichter Wind von links, etwas trockener inzwischen und sehr gut fischbar.

Die erste Rinne konnte ich sehr gut vom Strand aus befischen. Also erstmal Strecke machen angesagt. Der erste Kontakt, als meine Frau den Autoschlüssel haben wollte und ich die Garnele durchsacken liess. Knappe vierzig und fix zurück. Ich wechselte auf eine beschwerte Garnelenimitation und konnte nur ein paar Würfe später eine nette Endvierzigerin zum „Pfannengang“ überreden.

Da sich danach an diesem Strand so gar nichts mehr tat, war ein neuer Plan ganz fix zur Hand. Das Zauberwort war offene Küste. Zwar ein paar mehr Kilometer zu fahren, aber trotzdem innerhalb von 30 Minuten erreichbar. Wir wurden von etwas mehr Bewegung im Wasser und einem schönen Wolkenbild erwartet.

Eigentlich – wie so oft – ideale Bedingungen. Zumindest zu Beginn. Kurze Zeit am Spot, schon änderte sich das Wetter. Was zunächst noch toll aussah, endete in Regen- und Hagelschauern mit wechselnden Winden. Ein Anfasser – mehr ging leider nicht.

Irgendwann wurde es dunkler und es war an der Zeit so langsam Feierabend zu machen. Noch ein nettes Foto aus dem Auto heraus auf die Ebeltoft Vig und ab nach Hause. Für den nächsten Tag war leider wieder reichlich Wind und Regen angesagt.